Geheimtipps für Mexiko

X’tacumbilxuna’an – „Der Ort der versteckten Frau“

Eine der weltweit größten Verzweigung von Unterwasserhöhlen finden Reisende im Südosten Mexikos auf der Halbinsel Yucatán. Die Grotten von X’tacumbilxuna’an sind ein Teil dieser Verzweigung und liegen zwischen Hopelchen und Bolonchen,etwa 100 Kilometer von der Stadt Campeche, in dem gleichnamigen Bundesstaat. Ein ganz besonderes Schauspiel sind die sieben Cenontes, die im Inneren der Grotte liegen. Cenote bedeutet in Mayasprache so viel wie „Heilige Quelle“, im Grund sind Cenotes Schächte bzw. Erdfälle im Kalkgestein – sie sind vor allem auf der Halbinsel Yucatán zu finden.

Tic Tac Toe der Mayas :-)

Tic Tac Toe der Mayas :-)

Für die Mayas waren die Cenotes auch Frischwasserversorgung und spielten in der Mythologie eine bedeutende Rolle. X’tacumbilxuna’an bedeutete für die Mayas etwa „Ort der versteckten Frau“, in der Grotte kann ein Stein in Form einer Frau mit einem Kind auf dem Arm erkannt werden. In den Grotten können Stalagtiten und Stalagmiten bewundert werden, rund um die Grotte wächst üppige Vegetation und bietet ein zauberhaftes Schauspiel.

Juchitan – Farbenfreudiger Indianermarkt und Matriarchat

In Juchitan, eine kleine Stadt im Bundesstaat Oaxaca, die ein paar Kilometer von der pazifischen Küste entfernt liegt, wird einer der prächtigsten und farbenfrohste Indianermärkte des Landes abgehalten. Edles Kunsthandwerk, bunte Teppiche, Früchte, Speisen, Alltagsgegenstände – auf dem Markt wird alles und mehr feilgeboten. Juchitan ist auch deshalb besonders interessant, weil die Ortschaft selbst, mit vollständigem Namen Juchitán de Zaragoza genannt, sich hinsichtlich der Gesellschaftsform vom Rest Mexikos unterscheidet: Hier herrschen die Frauen, sie verkaufen auf dem Markt und schmücken sich selbstbewusst, kümmern sich um die wichtigen Dinge des alltäglichen Lebens.

Indianerdenkmal in Merida

Indianerdenkmal in Merida

Die Männer hingegen arbeiten wenig und wenn, dann vor allem in den schönen Künsten – sie malen oder musizieren. Männer und Frauen nehmen wechselnde Geschlechterrollen ein, zudem wird noch ein Drittes Geschlecht anerkannt – die Muxes. Muxes sind Männer, die „weiblich“ auftreten und entweder bi- oder homosexuell sind. Allerdings sind nicht alle homosexuellen oder bisexuellen Männer Muxes. Viele Muxes sind zudem auch verheiratet und haben Kinder. Manche von ihnen treten nur geschminkt und in Frauenkleidern auf, andere begnügen sich damit, Zöpfe einzuflechten.

Santa María del Tule – der dickste Baum der Welt

„El árbol del Tule“ – der Baum von Tule ist mit einem Durchmesser von 11,42 Metern der dickste Baum der Welt. Er steht in der kleinen, 6000 Einwohner großen Ortschaft Santa María del Tule im Bundestaat Oaxaca, etwa 10 Kilometer von der gleichnamigen Hauptstadt entfernt.

Ansicht vom Riesenbaum in Tule

Ansicht vom Riesenbaum in Tule

Der Baumriese gehört zur Art der Mexikanischen Sumpfzypressen und hat neben der beeindruckenden Breite auch ein beeindruckendes Alter – über 2000 Jahre. Genug Zeit zum Wachsen also: Heute hat der Baum einen Umfang von 54 Metern und eine Höhe von 42 Metern.

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